Feuerwehren sagen Veranstaltungen ab, um die Einsatzbereitschaft zu gewähren

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Die Feuerwehren im Kreis Lörrach folgen den Empfehlungen des Innenministeriums. Eine Quarantäne wäre ein großes Problem und könnte ganze Wachmannschaften lahm legen.

Das sich ausbreitende Coronavirus hat auch Folgen für die Feuerwehren im Landkreis. So gut wie alle Versammlungen werden abgesagt. Das Virus sei ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft, schreibt Stephan Schepperle, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lörrach. Übertragen wird es im privaten und beruflichen Umfeld, aber auch bei größeren Veranstaltungen.

Das Problem bei den Feuerwehren: Infiziert sich ein Feuerwehrmann, ist das nicht nur für den Einzelnen schwierig, sondern wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Quarantäne für das direkte Umfeld. Bei der Berufsfeuerwehr Köln fiel deshalb eine komplette Wachmannschaft aus, weiß Schepperle. Die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten, stehe aber an oberster Stelle. Vor diesem Hintergrund hat beispielsweise auch das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr in Weil am Rhein entschieden, den Dienstbetrieb auf das Notwendigste zu reduzieren. Deshalb entfallen Übungen und Veranstaltungen zunächst bis Ende März.
 

Jede Veranstaltung wird abgewägt


Absagen wie etwa auch in Steinen, Efringen-Kirchen, Kandern und Schwörstadt gehen auf Empfehlungen zurück, die das badenwürttembergische Innenministerium mit dem für Feuerwehr zuständigen Referat im Regierungspräsidium Freiburg erarbeitet hat. Wie Kreisbrandmeister Christoph Glaisner auf Anfrage erläutert, leitete das Landratsamt diese Empfehlungen den örtlichen Wehren weiter.

Im Schreiben des Ministeriums vom 6. März wird aufgefordert zu prüfen, ob größere Veranstaltungen im Bevölkerungsschutz, zu dem auch die Feuerwehr zählt, in der nächsten Zeit zwingend stattfinden müssen. Dabei müsse zwischen dem potenziellen Infektionsrisiko und der Bedeutung der Veranstaltung fürs Funktionieren des Bevölkerungsschutzes abgewogen werden. Wenn möglich, sollen Veranstaltungen verschoben werden.

 

Die Entscheidung liegt bei den Städten und Gemeinden


Letztlich liege die Entscheidung bei den Städten und Gemeinden, erklärt Glaisner. Am vergangenen Wochenende fanden in Lörrach-Haagen und Rheinfelden-Stadt noch Versammlungen statt. Dort kamen aber nicht Gesamtwehren zusammen, sondern nur einzelne Abteilungen, erläutert der Kreisbrandmeister. Im Fall der Fälle wäre die Feuerwehr also noch einsatzfähig; es müssten dann entsprechende Kompensationen erfolgen. Die Empfehlungen von Ministerium und Regierungspräsidium sollen im Landkreis vorläufig bis 31. März beherzigt werden.

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  • Quelle: Badishce Zeitung
Letzte Änderung am Donnerstag, 12 März 2020 21:49

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