Pressearchiv

Pressearchiv (45)

Ötlinger für Standort in Haltingen

geschrieben von Freitag, 09 Oktober 2020 00:33

Weil am Rhein-Ötlingen (mcf). Im Gegensatz zu den Märkter Kollegen hat sich der Ötlinger Ortschaftsrat für den Vorschlag der Stadtverwaltung und der Wehrspitze ausgesprochen, die Zweistandortlösung im Bereich Haltinger Sägischopf nahe der Nordwestumfahrung weiterzuverfolgen. Lediglich Mario Lindner stimmte dagegen, Barbara Hennig enthielt sich. Auf ihre Initiative und die von Axel Brombacher hin wurde der Beschlussvorschlag aber um den Passus ergänzt, dass nach dem Auszug der Kameraden „das bestehende Feuerwehrhaus in Ötlingen nicht veräußert wird und weiterhin den Vereinen und der Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht“.

Genau darum sorgen sich die Räte und auch Bürger. Gleichzeitig sicherte Stadtbrandmeister Frank Sommerhalter auf Nachfrage eines jungen Wehrangehörigen zu, dass die Ötlinger Abteilung trotz einer einsatzorganisatorischen und räumlichen Zusammenlegung mit den Haltinger und Märkter Kameraden Bestand haben kann, falls gewünscht.

Während am Abend zuvor der Märkter Ortsvorsteher Stefan Hofmann sich wie alle Räte noch deutlich gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung positionierte, gab es vom Ötlinger Ortsvorsteher Günther Kessler keine Stellungnahme. Auch die Äußerungen aus dem Gremium hatten vorwiegend sachliche Nachfragen als Hintergrund.

Nachnutzung in Ötlingen

 

Sorgen bereitete dem Ortschaftsrat jedoch, was aus dem Feuerwehrhaus im Herzen des Dorfes wird. „Eine andere Nutzung als die öffentliche Nutzung sehe ich nicht. Einen Verkauf kann ich mir nicht vorstellen“, beruhigte aber Erster Bürgermeister Christoph Huber. Da dieser im nächsten Jahr aus seinem Amt ausscheidet, wollte sich Hennig nicht damit begnügen. „Ich hätte gerne etwas Verbindlicheres an der Hand.“ Und das erreichte sie dann mit Unterstützung von Brombacher, der ebenfalls das Gebäude für das Dorf- und Vereinsleben weiter erhalten wissen will. Bis auf Linder stimmten die fünf Ortschaftsräte für die entsprechende Ergänzung des Beschlussvorschlags. Denn auch Burkhard Cerff machte klar: „Das Feuerwehrhaus ist Dreh- und Angelpunkt im sozialen Leben.“

In Märkt und Haltingen

Was womöglich aus den anderen beiden Feuerwehrhäusern wird, skizzierte Huber ebenfalls. Da das Gebäude in Märkt an drei Grundstücksgrenzen stoße, sei eine Vermarktung wenig wahrscheinlich. Eventuell könne hier der Dorf-Treffpunkt verbleiben. In Haltingen stelle sich die Situation ähnlich dar wie in Ötlingen, einen Verkauf kann sich der Erste Bürgermeister auch hier nicht vorstellen. Klar sei, dass die drei Gerätehäuser alle bauliche Defizite aufweisen. Da die Stellplätze nicht normgerecht seien, gebe es bei einer Neuanschaffung eines Fahrzeugs auch keine Zuschüsse. „An den drei Standorten sehen wir keine Möglichkeit zur Ertüchtigung.“ Für deren Nachnutzung müssten noch Lösungen gefunden werden.

Vielmehr haben sowohl die Verantwortlichen der Weiler Wehr mit Kommandant Sommerhalter als auch die Stadtspitze das Grundstück im Bereich des Sägischopfs ausgewählt, wo ein Neubau mit Spatenstich im Jahr 2023 angestrebt wird und eine Fertigstellung im Jahr 2025. „Den Sägischopf könnte man meiner Meinung nach platt machen. Der steht nur da und braucht viel Platz“, erklärte Huber.

Der Stadtbrandmeister schilderte ebenso wie der Erste Bürgermeister in der Sitzung nochmals, wie es zu dem Beschlussvorschlag gekommen war, da ein Bürger zu Sitzungsbeginn hinterfragte, ob der Plan nicht schon beschlossene Sache sei. Wie berichtet, gab es vorab verschiedene Sitzungen und Arbeitsgruppentreffen, wobei abschließend erst der Gemeinderat am 20. Oktober grünes Licht geben muss. Auch die vorberatende Runde, die nicht-öffentlich Mitte vergangener Woche mit den Ortschaftsräten tagte, habe rein informativen Charakter gehabt, unterstrich Huber.

Bündelung der Kräfte

Für Kommandant Sommerhalter steht aber fest, dass aus feuerwehrtechnischer Sicht eine Zusammenführung der Einsatzkräfte unerlässlich ist, um die qualitativ passende Stärke auf den Löschfahrzeugen zu haben. Die Ötlinger könnten es sogar teilweise schaffen, mit im ersten Fahrzeug zu sitzen. Doch sowohl für diese Abteilung als auch für die Märkter Kollegen erhöhe sich die Möglichkeit, mit in einem Einsatzwagen zu sitzen, da mehrere zeitversetzt ausrücken und vorgehalten werden. Wenn bei einer kleinen Abteilung ein Löschfahrzeug weg sei, sei es fort. „Die Bündelung der Einsatzkräfte ist notwendig und muss auf jeden Fall erfolgen“, unterstrich Sommerhalter nochmals. Es gehe nicht nur um Man-Power, sondern auch um die Funktionsträger.

Kathrin Schröder-Meiburg lobte die Beschlussvorlage, die „sehr gut durchdacht“ klinge. Henning fand es zudem „überzeugend“, wie der Zukunftsplan zustande gekommen sei

Stadtverwaltung und Feuerwehr sind sich über den Favoriten unter den sechs Standortvarianten für Haltingen, Ötlingen und Märkt einig: zwischen Sägischopf und Nordwestumfahrung.

Für die bestehenden, aber nicht mehr erweiterungsfähigen Feuerwehrhäuser in den Stadtteilen Haltingen, Ötlingen und Märkt soll eine zentrale, neue Feuerwache Nord entstehen. Mit dem Bau soll nach Möglichkeit im Jahr 2023 begonnen werden. Für den Standort standen vier Bereiche in der engeren Wahl. Favorit ist nun das Gelände des Sägischopfs mit den nördlich angrenzenden Flächen bis zur Nordwestumfahrung, die zum Teil aber in Privatbesitz sind.Das hat die Stadtverwaltung am Dienstag mitgeteilt, nachdem vergangene Woche die Ortschaftsräte in einer nichtöffentlichen Runde und die Feuerwehrleute per E-Mail informiert worden waren. Sowohl den Vorschlag für eine gemeinsame Feuerwache als auch die Präferenz für den Standort Sägischopf trägt die Feuerwehr mit. Die im Vorfeld diskutierte Variante einer separaten Lösung für Märkt wird nicht weiterverfolgt.
 

Grundstück mit etwa 6700 Quadratmetern wird benötigt


Ausgangspunkt für die Stadtverwaltung ist, dass die Feuerwehrhäuser in den drei Stadtteilen einen erheblichen Anpassungsbedarf an geltende Vorgaben und Normen haben, der in den Gebäuden nicht erfüllt werden könne. An den Standorten bestünden auch keine baulichen Erweiterungsmöglichkeiten. In Märkt komme hinzu, dass die räumlichen Gegebenheiten mit den Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr in Einklang stünden.

Der 17-köpfige Feuerwehrausschuss hat deshalb im Juli die Vor- und Nachteile der Standortmodelle abgewogen und letztlich mit 16:1 Stimmen beschlossen, dass eine Zweistandortlösung, also der Bau einer zweiten Feuerwache Nord zusätzlich zur Wache Süd beim LGS-Parkplatz weiterverfolgt werden soll. In der Folge hat die Feuerwehr ein Raumprogramm entwickelt, das eine Halle für acht Fahrzeuge, Sozialräume, Büro- und Sanitärräume, Umkleiden, Lager- und Werkstattflächen, Parkplätze und Übungsflächen vorsieht. Durch die Zusammenlegung wären künftig zwei Löschfahrzeuge weniger erforderlich als bisher. Aus dem Raumprogramm ergibt sich, dass für den Neubau ein Grundstück mit etwa 6700 Quadratmetern benötigt wird.Bei der Suche nach einem geeigneten Standort hat die Feuerwehr vier Flächen vorgeschlagen (Standorte 1 bis 4, siehe Grafik), zwei weitere brachte die Verwaltung ein (Standorte 5 und 6). Zwei Flächen schieden aus, weil sie für andere Zwecke blockiert sind. Im einen Fall (Standort 2) handelt es sich um eine Ausgleichsfläche, im anderen um eine Gewerbefläche (Standort 5), die bereits reserviert war und inzwischen verkauft ist.
 

Feuerwehr sieht Sägischopf als guten Kompromiss


Die vier übrigen Flächen wurden einer umfassenden Bewertung unterzogen, bei der Lage, Größe, Eigentumsverhältnisse, baurechtliche Gegebenheiten, Erschließung, Erreichbarkeit, städtebauliche Aspekte und Kosten einflossen. Die beste Bewertung erhielten der Standort Sägischopf (251 Punkte, Standort 3) und eine Fläche nördlich der Nordwestumfahrung und östlich des Radweges nach Eimeldingen (238 Punkte, Standort 6). Der Feuerwehrausschuss sprach sich ebenfalls mit 13:4 Stimmen für den Sägischopf aus. Diesen Bereich könnten sich die meisten Feuerwehrleute als Kompromiss vorstellen, da er dem Ziel, für alle drei Abteilungen gleichermaßen attraktiv zu sein, am nächsten komme.

Mit Bezug auf die Zusammenlegung halten OB Dietz und Stadtbrandmeister Sommerhalter ausdrücklich fest, dass die drei Abteilungen ihre Selbstständigkeit, falls gewünscht, behalten könnten. Bei der Einsatzorganisation würden aber alle Feuerwehrleute als Einheit betrachtet.

Mit Ablehnung und Austritten

geschrieben von Freitag, 09 Oktober 2020 00:30

Weil am Rhein-Märkt - Der Ortschaftsrat Märkt hat sich einstimmig gegen die von der Stadtverwaltung und der Wehrspitze favorisierte Zweistandortlösung ausgesprochen. Ein Wehrmann kündigte in der Sitzung am Dienstagabend außerdem an, dass die gesamte Abteilung Märkt zurücktreten werde, sollte der Gemeinderat für das Feuerwehrhaus Nord im Bereich Sägischopf stimmen. Der Abteilungskommandant erklärte hingegen am Morgen darauf gegenüber unserer Zeitung, dass es sich um eine „subjektive Meinung eines Kamerads“ handele.

Diskussion kontrovers, aber sachlich

Kontrovers in der Sache aber sachlich im Ton trafen die unterschiedlichen Ansichten des Stadtbrandmeisters Frank Sommerhalter und des Ersten Bürgermeisters auf die Gegenpositionen des Märkter Ortschaftsrats mit Ortsvorsteher Stefan Hofmann als stärkstem Sprachrohr. Der Wunsch aus dem kleinsten Stadtteil von Weil am Rhein, dass neben der zentralen Feuerwache und einem Feuerwehrhaus in Haltingen noch ein „abgesetzter Standort“ in Märkt verbleibt, sei damit passé. „Es ist unbefriedigend, wie schnell das zur Seite gelegt worden ist.“

Dies wollte Huber aber so nicht stehen lassen, denn schon im Oktober vergangenen Jahres habe sich bei einem Treffen auch Kreisbrandmeister Christoph Glaisner für die Zweistandortelösung ausgesprochen. „Wir haben den Vorschlag alles andere als leicht abgetan“, ergänzte Sommerhalter. Und auch die Abteilung Märkt habe sich zuletzt aus feuerwehrtechnischer Sicht für die zwei Standorte ausgesprochen.

 

Sägischopf-Standort "ein Kompromiss in der Mitte“

Statt am Sägischopf wünschte man sich jedoch den Standort am Rumänenfriedhof, betonte Ortschaftsrat Rolf Rung, „der bringt uns bessere Anfahrtzeiten“. Auch David Greiner wunderte sich, dass nicht diese Möglichkeit weiterverfolgt wurde. Im Gegensatz zum Sägischopf, wo mit neun Grundstückseigentümern verhandelt werden müsse, handele es sich am Rumänenfriedhof um das eigene Areal, wunderte sich auch Christoph Schröder.

Doch diese Alternative ist laut dem Kommandanten Sommerhalter aus zwei Gründen verworfen worden: Die Erschließung mit Medien sei nicht so einfach und auch der Naturschutz müsse hier berücksichtigt werden. Die Grundstücksertüchtigung dauere sehr lange. Der Sägischopf-Standort sei „ein Kompromiss in der Mitte“. Es handele sich hier auch nicht um eine Entscheidung gegen Märkt, sondern es sei am Ende „ein Gesamtpaket“, so der Erste Bürgermeister.

Erstmals öffentlich angekündigt wurde von Wehrmann Daniel Spielmann, dass die gesamte Märkter Abteilung komplett aufhören werde. „Das finde ich sehr traurig“, kommentierte in einer ersten Reaktion Ortschaftsrat Schröder den artikulierten geschlossenen Austritt. Erst einmal wollen die Kameraden aber noch den Gemeinderatsbeschluss abwarten, wie Spielmann nach der Sitzung gegenüber unserer Zeitung sagte.

Eine Nachfrage bei Abteilungskommandant Uli Weber am Mittwochmorgen ergab außerdem ein etwas anderes Bild, der von einer „Meinung eines einzelnen Kameraden“ sprach. Offizielle Rücktritte würden ihm auch noch nicht vorliegen. „Ich kann keine Tendenz nennen, wie es sich entwickeln wird“, weiß er aber auch um die verärgerten Wehrleute und die brodelnde Gerüchteküche.

Er selbst stellte aber klar: „Ich werde definitiv nicht austreten.“ Vielmehr müsse man dem Konzept eine Chance geben und weiter gucken. Eventuell sei die Reaktion auch dem ersten Frust geschuldet, dass Märkt nun doch kein neues Feuerwehrhaus bekommen soll, wofür zwischenzeitlich schon Grundstücksverhandlungen geführt wurden, die aber gescheitert waren. Sowohl aus Einsatzbereitschafts-Gesichtspunkten als auch wegen der Leistungsfähigkeit sei die Situation in Märkt aber schwierig. „Da wäre eine Zusammenführung das A und O.“ Es gehe schließlich um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr. Kulturell betrachtet handele es sich hingegen um einen Tiefschlag für den Ort.

Feuerwehr wichtiger Identifikationspunkt innerhalb Dorfgemeinschaft

Und genau diese Sorge treibt auch den Ortsvorsteher um. „So verliert der Ort einen wichtigen Identifikationspunkt innerhalb der Dorfgemeinschaft, dies ist verbunden mit dem Gerätehaus.“ Übungen im Ort würden gesehen, auch von den Jüngeren. Die Wehrleute würden den Rückhalt spüren. Es handele sich um die „weichen Faktoren“.

Ob die dürftige Mannschaftsstärke nicht auch mit der schlechten Infrastruktur zusammenhängt, führte der Ortsvorsteher ebenso an. „In Märkt gibt es Feuerwehrleute, die in Eimeldingen sind, da diese hier keine gute Perspektive gibt.“ So hätte laut Hofmann eventuell ein früheres Handeln dazu geführt, dass es nicht so wenige Wehrleute sind. „Die bestehende Mannschaft sieht keine Pespektive“, bemerkte er zudem.

Vielmehr trieb Spielmann noch die Sorge um, ob beispielsweise bei starken Unwetterlagen auch Märkt noch geholfen werden kann, was Sommerhalter aber auch im Gegensatz zum Ortsvorsteher weniger als Problem ansieht – im Gegensatz zur aktuellen Verfügbarkeit (wir berichteten). Die Diskussion über die Standorte wurde am Mittwochabend in Ötlingen fortgesetzt. Auch hier soll es Wehrleute geben, die mit dem Austritt drohen (Bericht folgt).

Bei der Weiler Feuerwehr stehen die Zeichen auf Konzentration: Die Abteilungen Haltingen, Ötlingen und Märkt sollen ein gemeinsames Feuerwehrhaus bekommen. Ende Oktober entscheidet der Gemeinderat.

Über die Zukunft der Feuerwehrgerätehäuser in Haltingen, Ötlingen und Märkt soll in diesem Monat eine Entscheidung fallen. Stadtverwaltung und Feuerwehrführung schlagen dem Gemeinderat deshalb nun vor, die Weiler Feuerwehren künftig an zwei Standorten zu konzentrieren. Das bedeutet, dass neben der Feuerwache am LGS-Parkplatz, in der die Abteilung Stadt untergebracht ist, ein weiteres gemeinsames Feuerwehrhaus für die Abteilungen Haltingen, Ötlingen und Märkt erstellt werden soll.

 

Vier mögliche Standorte in der engeren Wahl


Zur Vorbereitung der Diskussion in den Ortschaftsräten hat Stadtbrandmeister Frank Sommerhalter am Mittwochabend die Ortschaftsräte von Haltingen, Ötlingen und Märkt in einer gemeinsamen Veranstaltung hinter verschlossenen Türen über den Stand der Untersuchungen zum Feuerwehrbedarfsplan unterrichtet. Da an allen drei Abteilungsstandorten dringende Sanierungen oder Erweiterungen erforderlich wären, soll nun ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden, für das es vier Standortoptionen im Norden von Haltingen gibt. Separate Lösungen für Ötlingen oder Märkt sind nicht mehr vorgesehen.
 

Gemeinderat entscheidet am 20. Oktober


Die Vorschläge werden nun in der kommenden Woche in den Ortschaftsräten von Märkt (6. Oktober), Ötlingen (7. Oktober) und Haltingen (8. Oktober) vorberaten. Die Ausschüsse werden in der darauf folgenden Woche beteiligt. Der Gemeinderat entscheidet am 20. Oktober.

Leistungsfähigkeit der Wehr stärken

geschrieben von Donnerstag, 12 März 2020 21:45

Weil am Rhein  - Der Feuerwehrbedarfsplan ist für die Weiler Wehr von zentraler Bedeutung. In einer gemeinsamen Sitzung des Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschusses sowie des Bauausschusses ist das Werk nun vorgestellt worden.

Was der Feuerwehrbedarfsplan beinhaltet, erläuterte Stefan Mertens von der beratenden Forschungs- und Planungsgesellschaft für Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz „Forplan“.

Leistungsfähigkeit

 

Zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit werden laut Mertens Standardereignisse zugrunde gelegt, etwa ein kritischer Wohnungsbrand. Dafür gibt es verschiedene Bemessungsparameter wie Eintreffzeit, Funktionsstärke und den Ziel-Erreichungsgrad. Nach zehn Minuten sollte eine Gruppe mit neun Einsatzkräften vor Ort sein (Stufe 1, Ziel-Erreichungsgrad 80 Prozent), nach 15 Minuten zwei Gruppen mit 18 Kräften (Stufe 2, 90 Prozent).

 

Die Weiler Wehr erreiche „relativ viele Einsätze“ in mehr als zehn Minuten, so Mertens. Vom Standort Stadt sind die Außenbereiche nicht so schnell zu erreichen, die Eintreffzeiten in Richtung Südwest und Südost seien hoch, auch aufgrund der vielen Staus. Die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte nachts und an den Wochenenden sei gut, aber die Anfahrtswege der Abteilung Stadt seien länger – die Ausrückezeit liege im Schnitt bei 6,8 Minuten.

In den Ortsteilen wohnen die Wehrleute näher an den Gerätehäusern. Werktags sei die (zeitnahe) Verfügbarkeit zwischen 6 und 18 Uhr teilweise gering. Die Arbeitsplätze der Wehrleute lägen hauptsächlich im Rebgarten, in Friedlingen und im Märkter Gewerbegebiet.

Oberbürgermeister Wolfgang Dietz hakte nach, wer die Parameter festlege und wie diese in den Nachbarländern definiert seien. Es handele sich um eine Vorgabe des Innenministeriums und des Landesfeuerwehrverbands, erläuterte Mertens. Zugrunde gelegt werde, wie lang ein Mensch in Brandrauch überleben kann. In anderen Bundesländern sei die Eintreffzeit mit acht Minuten definiert. „Wir sind in Baden-Württemberg also schon am Maximum.“ In der Schweiz heiße es zehn Mann in zehn Minuten und im Département Haut-Rhin sechs Mann in acht Minuten, wusste Kommandant Frank Sommerhalter.

Maßnahmen

Als notwendige Maßnahmen nannte Mertens die gegenseitige überörtliche Unterstützung mit der Feuerwehr Lörrach (im südöstlichen Stadtgebiet), ein Verkehrskonzept zur Staureduzierung (Stichwort „grüne Welle“ zum Beispiel auf der Hauptstraße in Friedlingen) und die Bereitstellung von standortnahem Wohnraum für die Abteilung Stadt.

Des Weiteren müsse die Anzahl an hauptamtlichen Kräften erhöht werden, um etwa das Ausrücken in Staffelstärke zu ermöglichen, den zweiten Rettungsweg sicherzustellen, das Ehrenamt durch eigenständige Abarbeitung von Kleineinsätzen zu entlasten und Aufgaben im „rückwärtigen Bereich“ zu erfüllen. Zur Sicherheit einer Staffel im Tagdienst müssen laut Mertens acht Planstellen für hauptamtliche Einsatzkräfte vorhanden sein, wobei der Kommandant nicht angerechnet werden kann. Dies bedeutet für Weil, dass vier zusätzliche Planstellen geschaffen werden müssten.

Altersstruktur

„Die Altersstruktur ist positiv“, lobte Mertens, was auch der Jugendfeuerwehr zu verdanken sei. Viele Mitglieder sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Auf der anderen Seite sei das auch problematisch, falls diese aufgrund von Studium und Beruf wegziehen. In den kleinen Abteilungen sei es kritisch, wenn Einsatzkräfte „wegbrechen“.

Ausstattung

Es müssten verhältnismäßig nur wenige Fahrzeuge beschafft werden, darunter ein Großfahrzeug und mindestens ein mittleres Löschfahrzeug. Die Aufstellung in den Bereichen persönliche Schutzausrüstung, Alarmierungssicherheit und Vorhaltung von Einsatztechnik sei vorbildlich.

Standortstruktur

Mertens stellte auch die Ergebnisse der Begehungen der Gerätehäuser vor. Das Feuerwehrhaus der Abteilung Märkt sei nicht arbeitsfähig und berge eine hohe Unfallgefahr, kurzfristig sei ein Neubau notwendig. Die Feuerwehrhäuser der Abteilungen Haltingen und Ötlingen entsprächen nicht den Vorgaben. Die Unfallgefahr könne durch organisatorische Maßnahmen reduziert werden, prinzipiell seien aber ebenfalls Neubauten erforderlich – was an den vorhandenen Standorten aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich sei. Das Feuerwehrhaus der Abteilung Stadt entspreche nahezu vollständig den Vorgaben und sei gesetzt.

Es gebe nun verschiedene Möglichkeiten: Die Zwei-Standort-Lösung sieht das Gerätehaus sowie einen möglichen Standort im Norden vor. Bei der Drei-Standort-Lösung käme noch ein Standort in Märkt dazu. „Märkt ist nicht die personalstärkste Abteilung, auch von der Verfügbarkeit her“, betonte Mertens.

Empfehlung

Die Zwei-Standort-Lösung mit der räumlichen Zusammenführung der Einsatzabteilungen Märkt, Haltingen und Ötlingen werde ganz klar empfohlen.

Als Vorteile nannte Mertens, dass allen Einsatzkräften zeitnah ein modernes Feuerwehrhaus zur Verfügung stehe. Außerdem gebe es einsatztaktische Vorteile, da größere taktische Einheiten am Feuerwehrhaus gebildet werden könnten. Eine mögliche spätere organisatorische Zusammenlegung bedinge eine geringere Anzahl an Führungskräften. Die Flexibilität im Fuhrpark sei höher und die Investitionen in die Feuerwehrhäuser seien geringer.Nachteile seien, dass vorhandene Strukturen geändert würden und einige Einsatzkräfte längere Fahrtzeiten hätten. „Die kameradschaftlichen Strukturen in den Ortschaften und die Einbindung in die Ortsgemeinschaft können aber erhalten bleiben“, betonte Mertens.

Rangierbahnhof: Sicherheit verbessert, Probleme bleiben

geschrieben von Donnerstag, 12 März 2020 21:44

Weil am Rhein - Die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen am Weiler Rangierbahnhof läuft laut Bewertung der Begleitgruppe zur Rheintalbahn im Landkreis Lörrach planmäßig. Weiterhin als problematisch wird das Abstellen von Gefahrgutzügen an Kleinbahnhöfen in Efringen-Kirchen oder auch Rheinweiler angesehen.

Auf Einladung des Landratsamts und der Deutschen Bahn traf sich kürzlich die Begleitgruppe zur Rheintalbahn im Landkreis Lörrach, um die Fortschritte der Umsetzung der zuletzt vereinbarten Sicherheitsmaßnahmen auf dem Rangierbahnhof zu diskutieren. Die Begleitgruppe betreut die Rheintalbahn und setzt sich aus Vertretern der Deutschen Bahn, des Landkreises Lörrach, der Anrainergemeinden und des Kreistags zusammen.

Erfolge sind die im vergangenen Jahr vereinbarten Maßnahmen zur Gefahrenbekämpfung am Rangierbahnhof in Weil am Rhein, die inzwischen zum Großteil umgesetzt wurden, heißt es in einer gestern verbreiteten Mitteilung des Landratsamts: Zusätzliche Hydranten wurden für die Löschwasserversorgung im Bereich der Straße „Am Umschlagbahnhof“ errichtet, der Gefahrgut-Ausbildungszug der Deutschen Bahn stand im April 2019 den Feuerwehren der bahnanliegenden Gemeinden im Landkreis Lörrach zu Übungszwecken zur Verfügung und im Mai 2019 wurde eine gemeinsame Schulung von Feuerwehr und dem DB-Notfallmanagement durchgeführt.

OB Dietz: Dialog mit der Bahn noch nicht am Ende

 

„Die Optimierungen am bestehenden Sicherheitssystem waren nur durch die über Jahre hinweg sachliche und konstruktive Arbeit der Begleitgruppe möglich“, hebt Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, in der Mitteilung hervor. „Mit den durchgeführten Verbesserungsmaßnahmen sind wir für künftige Havariefälle besser gewappnet als bisher“, ergänzt Wolfgang Dietz, Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein. Gleichwohl sieht die Stadt den Dialog mit der Bahn noch nicht am Ende, da aufgrund der bereits stattfindenden baulichen Veränderungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der Rheintalbahn weitere Abstimmungen notwendig sind.

Problem: Abstellen von Gefahrgutzügen

Nicht abschließend geklärt werden konnte das wiederholte Abstellen von Güterzügen mit Gefahrgutwaggons an kleinen Unterwegsbahnhöfen, wie beispielsweise Efringen-Kirchen oder Rheinweiler. Die anhaltende Abstellpraxis stellt sich für Kommunen und Bürgerschaft als nicht befriedigend dar.

Die Vertreter der Deutschen Bahn stellten die unternommenen Bemühungen dar, ein solches Halten zu vermeiden, heißt es in der Mitteilung weiter. Gleichwohl erlaube die bestehende Rechtslage das Halten von Zügen, und insbesondere machten es grenzüberschreitende Aspekte und Betriebsabläufe teilweise erforderlich, dass Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

„Wir bemühen uns, Züge, deren Weiterfahrt in die Schweiz nicht sofort gestattet wird, möglichst früh, zum Beispiel in Mannheim, Karlsruhe oder Offenburg halten zu lassen. Wenn allerdings die Weiterfahrtsbeschränkung erst südlich von Freiburg mitgeteilt wird, bestehen Haltemöglichkeiten nur noch in Efringen-Kirchen und Rheinweiler“, erläutert Krenz. „Wir erkennen die Sorgen in der Bevölkerung und nehmen diese ernst. Leider machen es die Umstände manchmal erforderlich, dass wir einem Zug das Halten an einem kleinen Bahnhof gestatten müssen. Wir bemühen uns dann stets, so schnell wie möglich die Weiterfahrt zu ermöglichen. Hierbei sind uns aber leider häufig die Hände gebunden.“

Vertreter der Region auch enttäuscht

Die Teilnehmer der Begleitgruppe, insbesondere die Vertreter der Anrainergemeinden und Kreisräte des Landkreises Lörrach, diskutierten auch über die während eines Halts zu erfüllenden Auflagen. So haben die Eisenbahnverkehrsunternehmen, auf deren Eigentum der haltende Zug länger als 24 Stunden steht, eine Überprüfung auf Lecks oder anderweitige Beschädigungen an den Waggons sicherzustellen und diese zu dokumentieren.

Enttäuscht zeigten sich die Vertreter der Region laut Mitteilung von der „gleichgültigen Haltung des Eisenbahnbundesamts und des Bundesverkehrsministeriums gegenüber der Problematik“. Beide lehnten eine Teilnahme an der Begleitgruppe sowie einen Austausch ab. „Es ist sehr bedauerlich, dass das zuständige Bundesamt und das Bundesministerium so wenig Verständnis und Interesse diesem so wichtigen Anliegen gegenüber haben. Die Problematik führt in der Bevölkerung teilweise zu tiefer Verunsicherung“, so Landrätin Marion Dammann.

Das Eisenbahnbundesamt verweist in einem Schreiben an die Landrätin darauf, dass deren Gefahrgutkontrolleure in Efringen-Kirchen elf Kontrollen im Zeitraum von Januar 2018 bis April 2019 durchgeführt und bei keiner dieser Kontrollen einen abgestellten Zug mit Gefahrgut vorgefunden hätten. Das Bundesverkehrsministerium führt laut Mitteilung in einem weiteren Schreiben an Landrätin Dammann aus, „dass nur diejenigen Orte einer Beleuchtung oder anderer Sicherungsmaßnahmen bedürfen, an denen regelmäßig und für Straftäter oder Terroristen planbar Gefahrgut abgestellt wird“.

Schmid und Vogelpohl beziehen Stellung

Die Bürgermeister Philipp Schmid und Carsten Vogelpohl der Gemeinden Efringen-Kirchen und Bad Bellingen sind sich hingegen einig, dass es nicht zulässig sein dürfe, Güterzüge mit Gefahrgut frei zugänglich neben Wohngebieten abzustellen, heißt es weiter. Die Mitglieder der Begleitgruppe fordern daher eine Änderung der bestehenden rechtlichen Bestimmungen und die bauliche Schaffung von Zug-Abstellmöglichkeiten vor der Schweizer Grenze. Gemeinsam wollen sich Dammann und die betroffenen Kommunen zeitnah mit diesen Forderungen an den Bund und die DB Netz wenden.

Wie viele Feuerwachen braucht Weil am Rhein? Es geht in der Debatte nicht nur um die Schlagkraft der Wehr. Es geht auch um Akzeptanz – in den Reihen der Stadträte, aber auch innerhalb der Wehr.

 

Wie leicht wäre das Leben, wenn es nur Entscheidungen gäbe, bei denen ganz klar zwischen richtig und falsch unterschieden werden könnte. Leider ist dem eben in der Realität nur ganz selten so. Das haben die Stadträte am Dienstag bei der Diskussion über den Feuerwehrbedarfsplan und die daraus zu ziehenden Konsequenzen einmal mehr ganz drastisch zu spüren bekommen. Die Zahl der Feuerwachen, die künftig noch unterhalten werden sollen, ist nämlich nicht nur eine nach der Schlagkraft der Wehr, sondern auch nach der Akzeptanz, die mit einer solchen Veränderung einhergehen würde. Wenn Stadtrat Axel Schiffmann ganz nüchtern von der "Massenmehrung beim Personal" spricht, die die Zwei-Standort-Lösung voraussetze, dann heißt das nichts anderes, als dass dort Haltinger, Ötlinger und Märkter Wehrmänner Hand in Hand arbeiten müssten.

Dass er als erfahrener Feuerwehrmann da seine Zweifel hat, gibt die Stimmung wider, die die Abteilungen, aber auch die Ortschaftsräte bereits kundgetan haben. Einen Konsens über die Bündelung der Kräfte gibt es derzeit nicht. So hat der Beschlussvorschlag der Ausschussmitglieder vor allem der Feuerwehr etwas Zeit verschafft, um gerade um diese Akzeptanz in den eigenen Reihen zu werben – an der politischen Entscheidung, wie das Feuerwehrwesen in der Stadt zukunftsträchtig aufgestellt werden soll, kann sich der Gemeinderat mit dem neuerlichen Prüfungsauftrag hingegen nicht vorbeimogeln. Entscheidungen zu fällen, die das Gemeinwohl voranbringen – auch wenn sie nicht nach dem Geschmack aller sind – ist die ureigenste Aufgabe der Bürgervertreter. Bleiben die aus, schadet das mehr, als es hilft.

Die Feuerwehren im Kreis Lörrach folgen den Empfehlungen des Innenministeriums. Eine Quarantäne wäre ein großes Problem und könnte ganze Wachmannschaften lahm legen.

Das sich ausbreitende Coronavirus hat auch Folgen für die Feuerwehren im Landkreis. So gut wie alle Versammlungen werden abgesagt. Das Virus sei ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft, schreibt Stephan Schepperle, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lörrach. Übertragen wird es im privaten und beruflichen Umfeld, aber auch bei größeren Veranstaltungen.

Das Problem bei den Feuerwehren: Infiziert sich ein Feuerwehrmann, ist das nicht nur für den Einzelnen schwierig, sondern wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Quarantäne für das direkte Umfeld. Bei der Berufsfeuerwehr Köln fiel deshalb eine komplette Wachmannschaft aus, weiß Schepperle. Die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten, stehe aber an oberster Stelle. Vor diesem Hintergrund hat beispielsweise auch das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr in Weil am Rhein entschieden, den Dienstbetrieb auf das Notwendigste zu reduzieren. Deshalb entfallen Übungen und Veranstaltungen zunächst bis Ende März.
 

Jede Veranstaltung wird abgewägt


Absagen wie etwa auch in Steinen, Efringen-Kirchen, Kandern und Schwörstadt gehen auf Empfehlungen zurück, die das badenwürttembergische Innenministerium mit dem für Feuerwehr zuständigen Referat im Regierungspräsidium Freiburg erarbeitet hat. Wie Kreisbrandmeister Christoph Glaisner auf Anfrage erläutert, leitete das Landratsamt diese Empfehlungen den örtlichen Wehren weiter.

Im Schreiben des Ministeriums vom 6. März wird aufgefordert zu prüfen, ob größere Veranstaltungen im Bevölkerungsschutz, zu dem auch die Feuerwehr zählt, in der nächsten Zeit zwingend stattfinden müssen. Dabei müsse zwischen dem potenziellen Infektionsrisiko und der Bedeutung der Veranstaltung fürs Funktionieren des Bevölkerungsschutzes abgewogen werden. Wenn möglich, sollen Veranstaltungen verschoben werden.

 

Die Entscheidung liegt bei den Städten und Gemeinden


Letztlich liege die Entscheidung bei den Städten und Gemeinden, erklärt Glaisner. Am vergangenen Wochenende fanden in Lörrach-Haagen und Rheinfelden-Stadt noch Versammlungen statt. Dort kamen aber nicht Gesamtwehren zusammen, sondern nur einzelne Abteilungen, erläutert der Kreisbrandmeister. Im Fall der Fälle wäre die Feuerwehr also noch einsatzfähig; es müssten dann entsprechende Kompensationen erfolgen. Die Empfehlungen von Ministerium und Regierungspräsidium sollen im Landkreis vorläufig bis 31. März beherzigt werden.

Ein Großeinsatz, zwei Alarmierungen wegen Wohnungsbränden und drei Einsätze nach dem Gewitter: Für die Feuerwehr Weil am Rhein war es ein arbeitsreiches Wochenende.

Zwei Alarmierungen wegen Wohnungsbränden, ein Großeinsatz in einem Tanzlokal und drei Einsätze am Sonntagabend nach dem Gewitter – zwischen Sonntag und Montagfrüh hatte die Weiler Feuerwehr einiges zu bewältigen. Einmal mehr zeigte sich dabei, wie wichtig die sogenannten Heimrauchmelder sind. Zweimal haben sie ausgelöst und die Retter herbeigerufen.

 


Essen, das auf dem Herd vergessen worden war und bereits stark rauchte, war die Ursache für den Einsatz am Sonntagvormittag gegen 10.30 Uhr. Der Rauch war bereits im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses an der Adolf-Glattacker-Straße wahrnehmbar und hatte die Heimrauchmelder ausgelöst. Bis die Feuerwehr eintraf, hatte die Bewohnerin den Topf bereits vom Herd genommen. Die Feuerwehr kontrollierte gemeinsam mit der Polizei die Wohnung und speziell die Küche mittels Wärmebildkamera und konnten nach kurzer Zeit wieder einrücken.

Mehr zu tun gaben am Sonntagabend kurz nach 22 Uhr die Gewitterschäden: In der Hauptstraße in Friedlingen lief ein Keller voll, der von der Feuerwehr mit einem Wassersauger wieder trocken gelegt wurde. Gut eineinhalb Stunden waren die Mitglieder der Abteilung Stadt damit beschäftigt. Zwei abgebrochenen Äste, einer an der Riedlistraße in Friedlingen, einer an der Güterstraße in Haltingen, versperrten die Durchfahrten und mussten jeweils zersägt und an den Straßenrand beiseitegeräumt werden. Nach jeweils einer halben Stunde waren aber auch diese Schäden des Unwetters beseitigt.

 

Rauchmelder lösen meist nicht ohne Grund aus


Nicht einmal zwei Stunden später war die Abteilung Stadt bereits wieder gefordert. Kurz nach Mitternacht hatte in einem Mehrfamilienhaus an der Inselstraße im 4. Obergeschoss ein Heimrauchmelder ausgelöst. Trotz intensiver Suche war für die Feuerwehr aber kein Auslösegrund feststellbar, so dass die Wehrmänner nach 40 Minuten bereits wieder einrückten – kaum eine Stunde, bevor Rauch aus dem Lüftungsschacht der Kutscherstube an der Hauptstraße dann einen überaus aufwändigen Großalarm auslöste.

"Das ist für uns keine schlimme Sache, wenn wir einmal durch einen Heimrauchmelder gerufen werden und sich das Ganze dann als Fehlalarm herausstellt, so wie am Montagmorgen kurz nach Mitternacht in Friedlingen ", erklärt Markus Utke, stellvertretender Kommandant und Pressesprecher der Weiler Feuerwehr. Wenn alles gut gehe, dann sei die Feuerwehr schon nach wenigen Minuten wieder weg. "Die Erfahrung zeigt aber, dass die Rauchmelder, die in Mehrfamilienhäusern längst Pflicht sind, quasi nie ganz ohne Grund auslösen", weiß Utke.
 

Auch ein angebranntes Essen kann einen Brand auslösen


Zudem reagierten die Rauchmelder sehr früh, bereits bei der Entstehung einer Feuers und selbst angebranntes Essen auf dem Herd sei alles andere als harmlos, sondern könne rasch eine Küche und damit ein ganzes Haus in Brand setzen.

Aus diesem Grund empfiehlt die Feuerwehr auch jedem Privatmann, die Melder bei sich zu installieren. "Die Melder sind echte Lebensversicherungen", bringt es Utke auf den Punkt – ein Rat, der offensichtlich auch beherzigt wird, wie die zunehmende Zahl an Einsätzen zeigt, bei der Rauchmelder den Ausschlag geben haben, dass die Feuerwehr überhaupt ausrückte.

Leistungsabzeichen in Bronze mit Erfolg bestanden

geschrieben von Mittwoch, 03 Juli 2019 12:21

Weil am Rhein - Die Wettkampfgruppe der Feuerwehr Weil am Rhein, bestehend aus Angehörigen der Abteilungen Stadt und Haltingen unter der Leitung von Jürgen Engler, hat sich seit dem Frühjahr auf das Leistungsabzeichen in Gersbach vorbereitet und teilweise mehrmals pro Woche trainiert. Am Samstag haben die Kameraden nun bei sommerlichen Temperaturen ihr Leistungsabzeichen in Bronze mit Erfolg bestanden. Dabei galt es einen Löscheinsatz zu absolvieren, einschließlich der Rettung einer Person über eine tragbare Leiter.

Die Leistungsübungen sind ein wichtiger Teil der Fortbildung und dienen im Besonderen dazu, durch intensives Training die notwendige Sicherheit im Einsatz zu erlangen, heißt es in einer Mitteilung der Wehr. Orientiert an der Vielfalt heutiger Schadenereignisse sollen Leistungsübungen das Einsatzgeschehen möglichst praxisnah darstellen und an den Übenden Anforderungen stellen, wie sie täglich im Einsatz angetroffen werden. Das Foto zeigt (stehend v.l.) Frieder Trimborn, Nils Schäper, Emmanuel Reymann, Josha Schmidt, Jan Streich, Johannes Erdmann, Jürgen Engler sowie (kniend v.l.) Celine Kaiser, Gerold Engler, Simon Streich, Dominik Strauß, Katrin Engler und Till Sütterlin.

Kontakt

Feuerwehr Weil am Rhein
Basler Straße 41
79576 Weil am Rhein
tel. ++49 7621 73333
info [at] feuerwehr-weilamrhein.de

Copyright (C) Freiwillige Feuerwehr Weil am Rhein. Alle Rechte vorbehalten. 2018.