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Feuerwehr mit 321 Einsätzen stark gefordert

geschrieben von Mittwoch, 28 Dezember 2016 22:15

Weil am Rhein (sif). Die Freiwillige Feuerwehr war im zu Ende gehenden Jahr besonders stark gefordert. Bis gestern mussten die Floriansjünger 321-mal ausrücken, wie Hubert Strohmeier, Kommandant der Stadtabteilung und stellvertretender Stadtbrandmeister, auf Nachfrage mitteilte. Zum Vergleich: 2015 waren es 53 Einsätze weniger.

Längst nicht mehr nur bei Brandeinsätzen wird die Feuerwehr gerufen, sondern vielschichtig ist das Einsatzspektrum. Vor allem die Gefahrguteinsätze im Rangier- und Umschlagbahnhof sind zeitaufwändig.

Ob der vielseitigen Anforderungen muss auch die Ausrüstung stets auf dem neusten Stand sein. Deshalb freut sich die Feuerwehr über das neue Erstlöschfahrzeug, das Ende Januar offiziell übergeben wird.

Mit vereinten Kräften geübt

geschrieben von Mittwoch, 09 November 2016 18:03

Zur gemeinsamen Abschlussübung traten die Feuerwehrabteilung Haltingen und der DRK-Ortsverein Weil am Rhein-Haltingen am Sonntag an. Um 9 Uhr wurde von der Rettungsleitstelle in Lörrach über die Alarmmeldeempfänger alarmiert.

Weil am Rhein-Haltingen. Ein „Zeitungsausträger“ , gespielt vom Feuerwehrnotfallseelsorger Uwe Degenhardt, hatte an der Haltinger Kreuzstraße 1 das laute Piepsen eines Rauchmelders gehört und über die Notrufnummer 112 die Rettungskräfte alarmiert.

Kurz nach dem Alarm traf Zugführer Axel Schiffmann an der Einsatzstelle ein und erkundete die Lage. Der Angriffstrupp des gleich danach eingetroffenen Löschfahrzeugs „16.12“ öffnete die Eingangstüre der Villa und begab sich unter schwerem Atemschutz und einer Löschleitung in das verrauchte Gebäude, um nach Personen im Gebäude zu suchen und einen Brandherd zu lokalisieren.

Kurz danach wurden die ersten „Bewohner“ gerettet und den Helfern des DRK-Ortsvereins unter der Leitung des stellvertretenden Kreisbereitschaftsführers Stefan Ohm in einem zuvor aufgebauten beheizbaren Schnelleinsatzzelt betreut und erstversorgt. Vor der Übung hatte Britta Ohm den „Verletzten“ wieder einmal mehr mit voller Hingabe Brandwunden angeschminkt.

Die Drehleiter der Abteilung Stadt wurde anschließend in Stellung gebracht, um Bewohner aus dem Dachgeschoss retten zu können. Die Besatzung des Löschfahrzeugs „KatS“ hatte den Einsatzbefehl, ebenfalls unverzüglich zur Menschenrettung vorzugehen, was bei solchen Einsätzen immer höchste Priorität hat, wie es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr heißt. Gleichzeitig wurde mit einem Überdrucklüfter das Gebäude rauchfrei geblasen und mit der Brandbekämpfung begonnen.

Nach rund einer Stunde waren alle Übungsaufgaben abgearbeitet und die Übung wurde mit einem „Wasser Halt – zum Abmarsch fertig“ beendet. Die Übung hatte der stellvertretende Haltinger Abteilungskommandant Lukas Eggs, sorgfältig vorbereitet. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Hubert Strohmeier und der stellvertretende Abteilungskommandant der Abteilung Stadt, Björn Wissler, waren als aufmerksame Übungsbeobachter zugegen. Auch Ortswehrführer Lars Wätzig und seine Frau aus der Partnerstadt Trebbin waren unter den interessierten Zuschauern.

Ortsvorsteher Michael Glessner dankte im Namen der Stadt den ehrenamtlichen Rettungskräften für ihren Einsatz bei der Übung und das ganze Jahr über.

 

 

 

 

 

 

Wehr rückt an den Ortsrand

geschrieben von Freitag, 07 Oktober 2016 21:35

Ortschaftsrat fällt einstimmig die Entscheidung über den Standort des neuen Gerätehauses.

WEIL AM RHEIN-MÄRKT. Der Märkter Ortschaftsrat hat sich am Mittwoch einstimmigen für den Standort und den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Märkt entschieden. Nach dem Votum des Rates soll das neue Gerätehaus am Ortsausgang Richtung Eimeldingen entstehen und auch Räume für die Ortsverwaltung beherbergen. Der Erste Bürgermeister Christoph Huber war zuversichtlich, dass bis Ende 2017 die Baugenehmigung vorliegt und dass die Stadt ab Mitte 2018 bauen kann.

Das Feuerwehrgerätehaus in Märkt ist bekanntlich zu eng geworden und technisch veraltet. Im Juli 2015 beschloss der Gemeinderat daher, ein neues Gerätehaus zu bauen, und beauftragte die Verwaltung, den Bedarf an Räumen und einen geeigneten Standort zu ermitteln. Zwei von acht überprüften Standorten nahm die Verwaltung in die nähere Auswahl. Bürgermeister Huber empfahl dem Ortschaftsrat, das Feuerwehrhaus am Ortsausgang an der Kreisstraße nach Eimeldingen und am Verbindungssträßchen nach Efringen-Kirchen zu bauen. Dort besitzt die Stadt ein geeignetes Grundstück, zwei Nachbarn seien grundsätzlich bereit, Gelände zu verkaufen. An diesem Standort könnte, so Huber, das Gerätehaus bei Bedarf später auch erweitert werden. Zudem ermöglicht er ein sicheres Ein- und Ausrücken der Wehrleute.

Bürgermeister Huber hob außerdem hervor, dass man mit dem Bau des Gerätehauses zwei weitere vom Ortschaftsrat gewünschte Projekte voranbringen könnte. Zum einen könnte der Radweg nördlich der Kreisstraße Richtung Eimeldingen weiter geplant und vielleicht im ersten Abschnitt schon gebaut werden, stellte Huber in Aussicht. Außerdem müsste das Ortsschild Richtung Gemarkungsgrenze versetzt werden, so dass Autofahrer früher abbremsen müssten.

Der zweite Standort neben der Ortsverwaltung, wäre zwar zentraler, führte Huber aus. Doch da dort ein Nachbar ein Wegerecht habe, käme das Gerätehaus auf dem Festplatz zu stehen, wo die Märkter ihr traditionelles Fischerfest feiern.

An beiden Standorten könnte im Feuerwehrhaus auch die Ortsverwaltung untergebracht werden. Für die Wehr sind auf rund 300 Quadratmetern eine Fahrzeughalle, Sanitäranlagen, ein Mannschafts-, ein Schulungsraum und Nebenräume eingeplant. Der Schulungsraum könnte auch als Sitzungszimmer für den Ortschaftsrat und als Trauzimmer genutzt werden.

Ein Jugendraum ist nicht mehr eingeplant. Junge Leute aus Märkt hätten im Jahr 2015 den Jugendraum im Schulhaus renoviert und bezogen, begründete der Bürgermeister dies. Unterstützt von Ortsvorsteher Stefan Hofmann forderte Christoph Schröder trotzdem, im neuen Gerätehaus Platz für einen Jugendraum vorzusehen. Der Raum in der Schule sei schon einmal in Frage gestellt worden, auch weil die Jugendlichen und die Grundschüler die gleichen Toiletten benutzten, sagte er. Darin sah Huber kein Problem. Er betonte, dass auch die Hermann-Daur-Schule selbst nicht in Frage stehe: "Die Schülerzahlen sind stabil."

Der DLRG will die Stadtverwaltung das heutige Feuerwehrhaus in Märkt zur Miete anbieten. Die heutigen Räume der Ortsverwaltung sollen zu einer Wohnung umgebaut werden, was Ortschaftsrat Schröder allerdings ablehnte. Um den Bauantrag vorzubereiten, ist im Haushaltsentwurf für 2017 die Summe von 85 000 Euro angemeldet.

Wasser Marsch! Die Kühlung tat am Sonntag gut

geschrieben von Montag, 11 Juli 2016 16:12

Der Feuerwehr Traditionsverein lud zum Jubiläum / Viel blitzendes Chrom bei der Fahrzeugschau und Einblicke in die Wache.

WEIL AM RHEIN (ysie). Blitzblank geputzt leuchtete die über 60-jährige "Tante Ju" rot in der Sonne und ließ sich von den zahlreichen Bewunderern fotografieren. Dass das alte Löschfahrzeug noch so gut erhalten ist, ist das Verdienst des Traditionsvereins der Feuerwehr Weil, der dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert und seine historischen Exemplare am Tag der offenen Tür der Feuerwehrabteilung Stadt der Öffentlichkeit zeigte.

Mit vielen Fotos machte der Vorsitzende Joachim Bartusch den Interessierten deutlich, wie viel Arbeit, aber auch wie viel Freude hinter dieser aufwändigen Restaurierung steckt. Bartusch betont, dass es bei den Fahrzeugen aus den Anfängen der motorisierten Feuerwehr in Weil auch um Identität gehe: "Sie sind ein Kulturgut, das man nicht einfach aus der Hand geben sollte." Dennoch ist der Verein seit seiner Gründung permanent auf Quartiersuche. Zurzeit sind die Fahrzeuge in einer leider etwas staubigen Scheune in Maugenhard untergebracht, jedoch hofft Bartusch, dass bald eine dauerhafte Lösung gefunden werden kann.

Er freute sich jedoch, dass dank zahlreicher Kontakte neben "Tante Ju", "Berndle" oder "Ferdi" vom Traditionsverein noch gut zwanzig andere Feuerwehr-Oldtimer ausgestellt werden konnten. Darunter befanden sich neben einem Drehleiterfahrzeug aus dem Jahr 1934 von der Feuerwehr Lörrach zahlreiche andere historische Exemplare aus Haltingen, Lörrach, Basel, Wintersweiler, Holzen oder von der Lofo-Werksfeuerwehr.

Kurzzeitig musste die Feuerwehr auch wegen eines richtigen Brandes in Aktion treten – allerdings handelte es sich dabei nicht um die echte Wehr, sondern um das Szenario einiger Modellbaufreunde aus Deutschland und der Schweiz, die zum ersten Mal am Anlass mit dabei waren. Vor den zahlreichen Zuschauern löschten sie einen Brand in einer Mulde oder hoben ein Auto mit dem Kran auf den Abschleppwagen.

Gleichzeitig bot die Abteilung Stadt der Feuerwehr für die Besucher bei ihrem Tag der offenen Tür Gelegenheit, sich die Feuerwache anzusehen und sich über diesen wichtigen Dienst zu informieren, um vielleicht selbst einzutreten. Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren im Einsatz, um Gleichaltrige anzusprechen und sie bei verschiedenen Spielen anzuleiten. So konnten die zukünftigen Feuerwehrmänner und -frauen schon einmal ihre Geschicklichkeit am Schlauch beweisen oder auch in ein Feuerwehrfahrzeug klettern und herausfinden, wie laut das Martinshorn wirklich ist.

Noch beliebter war allerdings der Springbrunnen aus Feuerwehrspritzen, der beim heißen Wetter willkommene Abkühlung brachte. Und guten Besuch verzeichnete auch der Mittagstisch der Feuerwehrleute. Die Halle war voll.

Ein Stettener, der in Haltingen heimisch wurde

geschrieben von Samstag, 28 Mai 2016 12:55

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN (mme). Bis zum Rettichfest vor 18 Jahren war für Jürgen Engler Stetten der Nabel der Welt, zumindest bevor die Traditionswirtschaft "Sternen" die Türen schloss. Es war eine spannende Kindheit in der Zimmerei seines Großvaters. Früh entstand der Wunsch, Vogelkundler zu werden. Statt wie seine Kollegen in die Jugendfeuer einzutreten, schloss sich der 1969 Geborene dem Naturschutzbund NABU an, wo der Vogelliebhaber heute noch Mitglied ist. Außergewöhnlich auch, dass er sich als Evangelischer aktiv bei der Katholischen Jungen Gemeinde engagierte.

Wie sein Großvater, erlernte er den Beruf des Zimmermanns. Während seines Zivildienstes in der Fachklinik Haus Weitenau bekam er Einblick in die Arbeitstherapie. Um danach dort eine Anstellung zu bekommen, absolvierte er berufsbegleitend die Ausbildung zum Arbeitserzieher. Zum Ausgleich beschäftigte er sich mit dem Restaurieren und Umbauen von Landrovern, was zu seinem großen Hobby wurde. Als sich die Haltinger Geschwister Stefan und Susi Fuchs einen Spezialumbau dieses Autotyps zulegten, stand er mit seinem Fachwissen zur Seite.

Dann kam jenes besagte Rettichfest, bei dem ein Gewitter half, dass Jürgen Engler und Susi Fuchs sich näherkamen. Dass das Salut schießen der Feuerwehr bei der Hochzeit der beiden gleichzeitig sein Beitritt zur Freiwilligen Feuerwehr Haltingen würde, ahnte er damals noch nicht. Nirgends hat er eine bessere Kameradschaft als dort kennengelernt. 2007 wurde er zum Stellvertreter und 2012 zum Abteilungskommandanten der Abteilung Haltingen gewählt. Auch wenn seine Tagesplanung oft von einem Moment zum andern auf den Kopf gestellt wird, hat er bis heute nicht bereut, Feuerwehrmann zu sein. Ebenso nicht bereut hat er, dass er, als der erste Sohn auf die Welt kam, in Erziehungsurlaub ging und nach neun Jahren in der Suchtklinik in die Landwirtschaft wechselte.

Inzwischen kamen die Tochter und ein weiterer Sohn dazu und Haltingen ist längst sein Lebensmittelpunkt geworden. Er und seine Frau sind ein starkes Team, Bis auf den Feuerwehrdienst machen sie alles gemeinsam. Sie gehen auf den Markt in Basel und vor allem bewirtschaften sie ihre Reben. Jürgen Engler freut sich, dass er, genauso wie bei der Feuerwehr, bei den Winzern so offen aufgenommen worden ist. Bei der Arbeit im Rebberg kommt nach wie vor seine Liebe zur Ornithologie zu Tage – fast jede Vogelstimme kennt er.

Was ist zu tun, wenn es brennt

geschrieben von Donnerstag, 19 Mai 2016 16:47

Was tun, wenn es brennt" Wie verhalte ich mich richtig, und wie verständige ich korrekt die Feuerwehr" Sachkundige Auskünfte auf diese und viele andere Fragen sowie als Anschauung ein simulierter Küchenbrand hat es am Dienstagabend in der Haltinger Flüchtlingsunterkunft gegeben. Die Feuerwehrabteilung Haltingen hat eigens dazu eine Informationsveranstaltung ausgerichtet. Von Renate Wendt Weil am Rhein-Haltingen. Zum Auftakt der Veranstaltung trafen sich die Flüchtlinge mit Heimleiter Bernhard Heyl im Gemeinschaftsraum der Unterkunft, wo Abteilungskommandant Jürgen Engler die Feuerwehr, deren Aufgaben und Einsatzkleidung vorstellte. Angst vor der Uniform, die vorsichtshalber zunächst beiseite gelegt wurde, hatten die Flüchtlinge jedoch nicht. Themenschwerpunkte der Information bildeten das richtige Verhalten im Brandfall sowie die korrekte Verständigung der Feuerwehr. Neben einem an die Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft verteilten Bild-Flyer zur anschaulichen Verständigung wurden die informativen Ausführungen des Abteilungskommandanten zusätzlich in kurdischer, arabischer und persischer Sprache von einigen darin sprachlich versierten Flüchtlingen übersetzt. Die englische Übersetzung übernahm der aus Australien stammende und jetzt in Haltingen wohnende Feuerwehrmann Cameron Stevens. Die kleine Nevin Yildirim aus Haltingen übersetzte in der türkischen Sprache und machte ihre Sache dabei recht gut. Die neunjährige Schülerin der Haltinger Hans-Thoma-Schule besucht regelmäßig die Flüchtlingsunterkunft, um dort mit den Kindern zu spielen. Sie hat dadurch auch schon Freunde gewonnen. Interessiert lauschten die Flüchtlinge den Informationen. So wurde unter anderem die lebenswichtige Bedeutung und Funktion des Rauchmelders erklärt, der sich in jedem Wohnraum in der hinsichtlich dem Brandschutz sicheren und ebenerdigen Flüchtlingsunterkunft befindet. Komme es in der Flüchtlingsunterkunft dennoch zum Brandfall, ist es laut Jürgen Engler wichtig, möglichst schnell ins Freie zu gelangen, um sich anschließend beim Sammelplatz am Sägischopf zu treffen. Erklärt wurde zudem die richtige Alarmierung der Feuerwehr, bei der vor allem Ort und Straße mitgeteilt werden sollten. Ergänzend dazu gab es eine Vorführung durch die Wehrleute, wobei in einem Gemeinschaftsküchentrakt ein Küchenbrand simuliert wurde. Dabei lernten die Flüchtlinge auch das Einsatzfahrzeug LF 16/12 der Haltinger Feuerwehrabteilung kennen, das mit Blaulicht und Sondersignal angefahren kam. Mittlerweile quoll auch schon bedrohlich der künstlich erzeugte Rauch aus dem Küchentrakt. Angenommen wurde zudem die Rettung einer im Raum vermissten Person, die von Fritz Engler, dem Sohn von Abteilungskommandant Jürgen Engler, dargestellt wurde. Unterstützung leistete aber auch Tochter Katrin mit Fotos für die Feuerwehr. Mittels Atemschutztrupps gelang es denn auch, den „Verletzten“ aus dem verqualmten Raum zu retten. Danach konnten die weiteren Löscharbeiten erfolgen. Aufmerksam verfolgten die Flüchtlinge das Geschehen sowie die einzelnen Arbeitsschritte und spendeten nach Abschluss der Übung auch reichlich Applaus. Danach bestand noch die Möglichkeit, das Einsatzfahrzeug und die Ausrüstung zu besichtigen. Wie von Abteilungskommandant Jürgen Engler zu erfahren war, habe man sich eine Veranstaltung in dieser Form in der Flüchtlingsunterkunft schon lange vorgenommen und nun realisieren können. Laut Heimleiter Bernhard Heyl befinden sich derzeit 175 Flüchtlinge in der Unterkunft, von denen die meisten beschäftigt sind in Kursen, Jobs oder gar Ausbildung. Eine Familie fand bereits eine Wohnung in Häg-Ehrsberg.

Feuerwehreinsatz: Wie wichtig Rauchmelder sind

geschrieben von Dienstag, 10 Mai 2016 21:38

Weil am Rhein (sif). Wie wichtig Rauchmelder sind, hat sich wieder gestern Nachmittag gezeigt, als die Feuerwehr, Abteilung Stadt, kurz nach 17 Uhr zu einem Hochhaus in der Stettiner Straße ausrücken musste. Laut Kommandant Klaus Gempp hatte eine ältere Bewohnerin einen Stapel Zeitungen auf dem eingeschalteten Herd gehabt, wobei sie offensichtlich in ein anderes Zimmer gegangen war. Es entstand eine Rauchentwicklung, die dazu führte, dass der Rauchmelder Alarm schlug. Ein Nachbar hörte dies und verständigte umgehend die Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen samt Drehleiter ausrückte. Ebenso waren Notarzt und DRK vor Ort. Die Rettungskräfte brauchten jedoch nicht mehr einzugreifen, alles verlief glimpflich. „Wir haben nur noch kontrolliert“, sagte Klaus Gempp mit dem Hinweis, dass Rauchmelder im Fall eines Brandes oft Alarm auslösen, bevor Bewohner einen Brand bemerkt haben. Schon wiederholt konnte deshalb Schlimmeres verhindert werden. So auch gestern in der Stettiner Straße.

Ansturm aufs Rettichfest

geschrieben von Freitag, 06 Mai 2016 21:31

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN (nos). Unglaublich, was für ein Andrang auf den Tüllinger Berg an Christi Himmelfahrt herrschte. Bei frühsommerlichen Temperaturen und vor allem strahlendem Sonnenschein lockte das traditionelle Rettichfest der Freiwilligen Feuerwehr Haltingen Hunderte von Besuchern an, darunter auch OB Dietz und den Abgeordneten Armin Schuster. Die Plätze an den Tischen und Bänken waren permanent belegt, so dass es sich die Besucher auch im Gras gemütlich machten. Das Team um Abteilungsleiter Jürgen Engler hatte bis in den Abend mächtig zu tun. Die vielen Helfer kamen kaum nach, die beliebten Rettiche zu putzen und zu schneiden und die Butterbrote zu streichen. Die Radieschenbrote waren gegen 13.30 Uhr schon ausverkauft. Auch Grillwürste und natürlich Getränke waren sehr gefragt. An der separaten Sekttheke war kaum ein Plätzchen zu ergattern.

Strohmeier kündigt seinen Rückzug an

geschrieben von Montag, 11 April 2016 14:58

Weil am Rhein-Ötlingen (rewe). Bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr hat Hubert Strohmeier, stellvertretender Stadtbrandmeister, auf die im nächsten Jahr anstehende Neuwahl des stellvertretenden Kommandanten hingewiesen. In diesem Zusammenhang kündigte der seit 2007 amtierende Vize-Kommandant der Versammlung an, dass er sich entschieden habe, sein Amt und auch das als Kommandant bei der Stadtabteilung zur Verfügung zu stellen und somit seine aktive Feuerwehrzeit zu beenden. Als Gründe nannte Strohmeier den Wunsch, „es etwas ruhiger und endlich mehr Zeit für die Familie zu haben“. Der aus einer Feuerwehrfamilie stammende Hubert Strohmeier, den Kreisbrandmeister Stephan Glaisner für 40 Jahre Feuerwehrdienst ehrte (siehe nebenstehenden Bericht), hat sämtliche Dienstgrade durchlaufen. Von 1991 bis 2010 war Strohmeier auch Abteilungskommandant von Friedlingen.

Hochmotiviert und gut ausgebildet

geschrieben von Montag, 11 April 2016 14:55

Ein arbeits- und ereignisreiches Jahr liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Weil. Besonderes Highlight war das Jubiläum zum 150. Bestehen der Feuerwehrabteilung Stadt. Es gab aber auch wieder jede Menge Einsätze, die verdeutlichten, wie umfangreich und vielfältig die Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen im Vergleich zu früheren Jahren geworden ist. Von Renate Wendt Weil am Rhein. So musste die Feuerwehr zu 268 Einsätzen ausrücken: Brände, Auslaufen von Chemikalien, Austritt von Gasen, Unfälle, Tierrettung und einiges mehr. Nach flotten Musikvorträgen durch den Spielmannszug unter der Leitung von Michael Schiessel konnte Stadtbrandmeister Klaus Gempp unter anderem Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, Bürgermeister Christoph Huber, Kreisbrandmeister Christoph Glaisner, Kreisverbandsvorsitzender Günter Lenke sowie Ricardo Wittlin, den Präsidenten des Feuerwehrvereins Basel, begrüßen. Gempp freute sich über die „hochmotivierte und gut ausgebildete Mannschaft“, durch die die anspruchsvollen Aufgaben gemeistert werden konnten. Zusätzlich lobte der Stadtbrandmeister die gute trinationale Kooperation. Gempp zufolge könne sich auch die „Ausrüstung sehen lassen“. Dabei dankte er der Stadt. Als „ideal“ für die Einsätze tagsüber wertete Gempp zudem, dass nun zwölf Feuerwehrangehörige bei der Stadt beschäftigt seien. Hinzu kommen noch als weitere Tageskräfte der neue hauptamtliche Leiter der Feuerwache, Frank Sommerhalter, sowie die weiteren hauptamtlichen Mitarbeiter mit Jürgen Kniephoff, Stefan Kirn und Roland Schmidt. „Magenschmerzen“ bereiten Gempp jedoch die nicht mehr zeitgemäße und viel zu kleine Unterkunft der Feuerwehrabteilung Märkt – ein Problem, das bald angegangen werden müsse. Die Feuerwehr Weil setzt sich zurzeit aus 156 Aktiven, 83 Mitgliedern der Altersabteilung, 20 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr sowie aus 20 Aktiven, sechs Mitgliedern in Ausbildung und 65 passiven Mitgliedern beim Spielmannszug zusammen. Hubert Strohmeier, stellvertretender Stadtbrandmeister, ließ das Feuerwehrjahr 2015 Revue mit einer beachtlichen Bilanz Revue passieren. Ergänzt wurde der Jahresbericht durch einen eindrucksvollen Film von Joel Salathe und Martin Ecker. Insgesamt aufgelistet wurden im Jahresbericht 55 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen, 35 Wohnungsbrände, 35-mal Öl auf der Straße, 25 Wohnungsöffnungen, 17 Krankentragelagerungen, 15 Fahrzeugbrände, 14 Verkehrsunfälle mit eingeklemmter Person. 12-mal brannte Unrat, und es gab Wassernot, zehn Flächenbrände und sieben Unwetterschäden. Sechsmal mussten die Wehrleute zur Rheinrettung ausrücken. Gartenhüttenbrände, Tierrettung, Betriebsunfälle sowie Gas- und Chemiekalieneinsätze, Personensuche und Ölunfall auf dem Rhein gab es unter anderem zudem. 235-mal war die Abteilung Stadt im Einsatz, die Abteilung Haltingen hatte 62 Einsätze, die Abteilung Märkt 25 und die Abteilung Ötlingen sechs. „Um dies alles leisten zu können, bedarf es einer guten Ausbildung aller Feuerwehrangehörigen“, sagte Strohmeier. Zu den vielen Einsätzen kamen noch 157 Übungen und Ausbildungen hinzu. Auch einige gesellige Veranstaltungen und Feste gab es. Ergänzend zu den Ausführungen seines Stellvertreters erinnerte Stadtbrandmeister Klaus Gempp noch an den Besuch von Innenminister Reinhold Gall in der Feuerwache sowie an die sehr gut aufgenommene Feuerwehr-Ausstellung im Museum am Lindenplatz, die noch bis 26. Juni zu besichtigen ist. Über geordnete Finanzen berichtete Kassenwart Lukas Eggs, die die Kassenprüfer Björn Wissler und Lukas Guggenbühler bestätigten.

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