"Erfolg hat drei Buchstaben – T U N"

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Stadtbrandmeister Klaus Gempp wird vielfältige Anerkennung zuteil / OB Dietz lobt "absolut vertrauensvolle Zusammenarbeit".

WEIL AM RHEIN. Obwohl er auf der Tagesordnung gar nicht auftauchte, stand am Freitagabend bei der Hauptversammlung der Weiler Feuerwehr der Abschied von Stadtbrandmeister Klaus Gempp im Mittelpunkt. Nach 20 ehrenamtlich geleisteten Jahren an der Spitze der Weiler Wehr zieht sich Gempp zurück und macht den Weg frei für eine hauptberufliche Führung.

Und als ob es an diesem Abend noch eines Belegs dafür bedurft hätte, dass Gempp mit seinem Team in den 20 Jahren eine äußerst schlagkräftige und hervorragend funktionierende Truppe geformt hat, gab es wenige Minuten vor Sitzungsbeginn einen Alarm, zu dem drei der vier Abteilungen umgehend ausrückten.

Vielleicht hätte er die letzte Generalversammlung unter seiner Führung doch nicht auf einen Freitag, den 13. einberufen sollen, sagte Gempp am späten Abend im Scherz. Da war die Tagesordnung dann endlich abgearbeitet, nachdem ein Gefahrgutalarm im Umschlagbahnhof den Großteil der Aktivmannschaft für eine gute Stunde in Beschlag genommen, sich dann aber als ungefährlich erwiesen hatte, weil lediglich Wasser von einem Waggon tropfte. Aber im Lauf des Abends piepsten die Melder der Feuerwehrleute noch zweimal – einmal, weil die Wehren im Vorderen Kandertal zu einer geheimen Übung alarmierten, ein weiteres Mal, weil eine Ölspur zu beseitigen war. Doch am Ende ist all das Alltag für die Feuerwehrleute – und der macht eben auch vor einer Generalversammlung nicht Halt.

Gempp beschränkte sich bei seinem Tätigkeitsbericht darauf, die Personalentwicklung der Wehr noch einmal zu skizzieren, verwies auf die enormen Anstrengungen, die man in der Öffentlichkeitsarbeit neuerdings auf allen möglichen Kanälen unternimmt und die offenbar Wirkung zeigt: Die Zahl der aktiven Mitglieder ist im vergangenen Jahr von 156 auf 163 gestiegen. Erfreulich steht auch die Jugendwehr, geleitet von Jan Schützenmeister, mit 31 Mitgliedern da. Etwas Unterstützung könnte der Spielmannszug mit derzeit 19 Angehörigen gebrauchen. Größte Abteilung ist aber noch vor den Aktiven der Abteilung Stadt mit 81 Mitgliedern die Altersmannschaft mit 82 Ex-Feuerwehrleuten unter der Leitung von Gerhard Riesterer. Die Abteilungen Haltingen, Ötlingen und Märkt bringen es auf 40, 24 und 18 Aktive.

 


Gempps Lob und Dank galt bei dieser Gelegenheit seinem designierten Nachfolger Frank Sommerhalter, der als Leiter der Feuerwache und der Feuerwehrabteilung in der städtischen Verwaltung ihm seit 2015 bereits viel Arbeit abnimmt, sowie seinen beiden Stellvertretern Markus Utke und Uli Weber. Den Rest des Tätigkeitsberichtes überließ er diesen Dreien (wir berichten noch).

Sommerhalter sowie OB Dietz und Kreisbrandmeister Christoph Glaisner zollten im Verlauf des Abends dann dem scheidenden Kommandanten ihre Anerkennung, obschon dessen offizielle Verabschiedung erst am 5. Mai ansteht. Sommerhalter zeigte sich beeindruckt von der Art und Weise und dem Geschick, wie Gempp den Übergang in der Feuerwehrführung vorbereitet habe. Respekt nötige ihm ab, dass er bis zuletzt nicht amtsmüde sei. Zudem hoffe er, dass ihm Gempp noch lange als Berater zur Verfügung steht.

OB Wolfgang Dietz hob die "absolut vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Feuerwehrkommando" hervor. Seiner Verabschiedung sehe er mit Wehmut entgegen, weil "eine konstante und verlässliche Persönlichkeit" ausscheide. Als großer Vorteile habe sich im Übrigen zu Beginn der 2000er-Jahre, als die Stadt sparen musste, der Umstand erwiesen, dass Gempp vor seiner Zeit als Kommandant auch Gemeinderat gewesen sei: "Es ist immer gut, wenn man auch einmal in anderen Schuhen gegangen ist." Das habe viele Diskussionen erleichtert.

Kreisbrandmeister Christoph Glaisner schließlich fasste Gempps Arbeit in dem Satz zusammen: "Erfolg hat drei Buchstaben – T U N". Dem sei er stets treu geblieben, schon als Kommandant in Altweil ab 1992, als Stellvertreter von Stadtbrandmeister Albert Fuchs ab 1993 sowie selbst als Gesamtkommandant ab 1998. Er könne nur Dank sagen für eine konstruktive Kooperation, bei der Gempp stets sachlich unterwegs gewesen sei, nie persönliche Animositäten habe erkennen lassen und nur ein Ziel gehabt habe, die Feuerwehr in Weil und auch im Landkreis voranzubringen.

Geehrt wurden am Freitagabend dann noch für 20 Jahre aktiven Dienst Dr. Hans-Peter Volkmer, Markus Utke und Thorsten Stücklin, für 25 Jahre Mario Brutsche, Andreas Rebell und Michael Rosentreter, für 30 Jahre Axel Schiffmann, Christoph Sturm und Mario Linder und für 40 Jahre Uwe Sachs, Andreas Jänsch, Roland Schmidt und Klaus Gempp. Eine besondere Auszeichnung gab es außerdem noch für Ralf Müller aus Trebbin, der seit 1990 die Treffen mit den Haltinger Feuerwehrkameraden organisiert, sowie zuletzt für den früheren Kreisbrandmeister Kurt Weiß, der der Weiler Wehr seit sage und schreibe 70 Jahren angehört.

Weitere Informationen

  • Quelle: Badische Zeitung

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