Täglich mit Freude zur Arbeit

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23 seiner 34 Lebensjahre ist er schon bei der Feuerwehr in unterschiedlichen Funktionen tätig. Noch keinen Tag hat er bereut. „Für mich ist es ein Traumjob. Ich gehe jeden Morgen mit Freude zur Arbeit“, sagt Frank Sommerhalter, der seit zwei Jahren die Weiler Feuerwache leitet und im kommenden Jahr Nachfolger von Kommandant Klaus Gempp werden soll.

 

Weil am Rhein. Einher mit dem Wechsel an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr geht eine strukturelle Veränderung. Während Gempp dann 20 Jahre die Feuerwehr als ehrenamtlicher Kommandant souverän geführt hat und nächstes Jahr in den „Feuerwehrruhestand“ tritt, ist Sommerhalter hauptamtlich tätig. Deshalb absolvierte er eine 15-monatige intensive Ausbildung. Neben der Feuerwehrschule in Bruchsal holte sich Sommerhalter in Stuttgart, Ulm und Freiburg das notwendige Rüstzeug für diese anspruchsvolle Aufgabe. Das sei eine echte Herausforderung gewesen, verdeutlicht nach dem erfolgreichen Abschluss der frischgebackene Brandinspektor, der drei Berufsababschlüsse vorweisen kann: Mechatroniker, Rettungssanitäter und Feuerwehrmann. Acht Jahre gehörte er der Berufsfeuerwehr in Basel an. Der 34-Jährige erwarb auf dem Fortbildungskurs viele theoretische Kenntnisse und profundes Fachwissen in den Bereichen Verwaltung, Finanzen, Personalführung, Öffentlichkeitsarbeit und einiges mehr.

Frank Sommerhalter, der einer Weiler Feuerwehrfamilie entstammt, nennt es im Gespräch mit unserer Zeitung einen Glücksfall, in seiner Heimatstadt diese spannende und verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu können. „Man weiß nie, was der Tag bringt“, sagt der Leiter der Feuerwache, der gerade dabei ist, eine umfangreiche Stellungnahme zum Thema Brandschutz für das Bauantragsverfahren des geplanten Einkaufscenters „Dreiländergalerie“ auszuarbeiten. Man könne bei den vielseitigen Aufgaben manches gestalten und die Feuerwehr prägen, sagt der Brandinspektor, der eine motivierte Mannschaft hinter sich weiß.

Außer ihm gibt es noch drei weitere hauptamtliche Wehrleute in der Feuerwache: Roland Schmidt (Verwaltung) sowie Stefan Kirn und Winfried Bäuchle, die für den Fahrzeugpark und die Ausrüstung zuständig sind. Sommerhalter schätzt es auch, dass Klaus Gempp als erfahrener Kommandant immer bereit sei, notwendige Veränderungen umzusetzen. Gempp und Hubert Strohmeier seien es gewesen, die vor Jahren mit dem Bezug der neuen Feuerwache weitblickend notwendige Umstrukturierungen eingeleitet, umgesetzt und den Ausbau der Infratsruktur vorangetrieben haben, um die Feuerwehr Schritt für Schritt zu professionalisieren.

Das Aufgabenspektrum für Sommerhalter ist groß. Er ist unter anderem für die Einsatzplanung, den vorbeugenden Brandschutz, die Koordinierung der Technik und die notwendigen Anschaffungen sowie die Stellungnahmen für Baugenehmigungsverfahren zuständig. Allein die Beschaffung eines neuen Fahrzeugs, das europaweit ausgeschrieben werden muss, ist sehr aufwendig geworden. „500 bis 700 Stunden Arbeit pro Fahrzeug sind notwendig“, sagt Sommerhalter. Dabei müsse wegen der komplexen Materie auch noch juristischer Beistand hinzugezogen werden.

Außerdem ist der 34-Jährige tagsüber Einsatzleiter. Bei Einsätzen nachts und an den Wochenenden wechselt er sich in dieser Funktion mit Kommandant Klaus Gempp und dessen beiden Stellvertretern Markus Utke und Uli Weber ab.

Die Leistungsfähigkeit einer Feuerwehr wird auch an ihrer Schnelligkeit gemessen. Und diese ist in Baden-Württemberg so definiert, dass bei Wohnungsbränden und Unfällen das erste Löschfahrzeug, besetzt mit neun Feuerwehrkräften, spätestens innerhalb von zehn Minuten vor Ort sein muss. Innerhalb weiterer fünf Minuten muss das zweite Fahrzeug mit ebenfalls neun Feuerwehrleuten am Ort des Geschehens sein.

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  • Quelle: Weiler Zeitung
Letzte Änderung am Montag, 07 August 2017 17:53

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