Als „Werkzeug der Feuerwehr“ und „Basis, die gebraucht wird“ bezeichnete Oberbürgermeister Wolfgang Dietz das neue Fahrzeug vom Typ LF-20, das am Sonntag im Rahmen einer Feierstunde in der Weiler Feuerwache übergeben wurde.

Weil am Rhein. „Ohne das wird es nichts“, betonte der OB und erklärte, schließlich würde auch kein Handwerker ohne seine Ausrüstung kommen, wenn er gerufen wird. Auf die Wehr sei Verlass, lobte er. „Sie ist präsent.“

Sein besonderer Dank galt dem Gemeinderat, schließlich gebe dieser die Mittel frei. Bei dem Fahrzeug handle es sich um modernste Technik und keine Ware „von der Stange“. Das neue Fahrzeug dient dem Ersteinsatz und kann Wasser mitführen.

Die Anschaffungskosten lagen bei rund 408 000 Euro – „etwas weniger als ein Kunstrasenplatz“, wusste der Oberbürgermeister. Und das sei die neue Währung in Weil, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu. Der Zuschuss des Landes Baden-Württemberg liegt bei 91 000 Euro – wird aber erst über mehrere Jahre verteilt fließen. Deshalb müsse die Gemeinde in Vorleistung gehen. „Aber die Feuerwehr braucht unterschiedliche Fahrzeuge und diese müssen auch irgendwann in Rente geschickt werden“, erklärte Dietz. Dann brauche es Ersatz.

Pfarrer und Dekan segnen das Fahrzeug

Dietz wünschte der Feuerwehr wenige Fahrten im Sinne von wenigen Notfällen und stets unfallfreie Fahrten.

Neben OB Dietz konnte Abteilungskommandant Hubert Strohmeier unter anderem auch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Klaus Werner und Pfarrer Michael Hoffmann begrüßen. Letzterer übernahm gemeinsam mit Dekan Gerd Möller die Segnung des neuen Fahrzeugs. „Es handelt sich nicht um ein Spielzeug, sondern eine lebensrettende Notwendigkeit“, betonte der Pfarrer. Jeder hoffe zwar, die Feuerwehr nicht zu brauchen, aber garantieren könne das niemand – und deshalb müssten die Floriansjünger gerüstet sein. Er wünschte ihnen, in den „Grenzsituationen des Lebens“ stets den Segen Gottes zu spüren.

Das LF-20 ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 1987, informierte Stadtbrandmeister Klaus Gempp. „Viele Fahrzeuge werden derzeit 30 Jahre alt und gerade ein Ersteinsatzfahrzeug wird stark belastet.“ Gleichzeitig werde aber die Beschaffung neuer Fahrzeuge immer schwieriger. Mit den europaweiten Ausschreibungen müssen Agenturen beauftragt werden.

Gempps Dank galt auch dem Gemeinderat, bei dem sie „fast jedes Jahr vorstellig werden“. „Aber wir stoßen immer auf ein offenes Ohr“, freute er sich. Auch die Drehleiter der Feuerwehr, Baujahr 1990, sollte bald ersetzt werden. Allerdings gebe es derzeit keinen Zuschuss, deshalb muss die Anschaffung mindestens um ein Jahr verschoben werden. „Wir sind gespannt, ob sie es aushält“, erklärte Gempp.

Nach der offiziellen Übergabe war die Bevölkerung zur Besichtigung des Fahrzeugs eingeladen. Es verfügt über einen Wassertank, der 2400 Liter fassen kann, war von Frank Sommerhalt zu erfahren. Auch eine automatische Schaumzumischung und ein LED-Lichtmast gehören zur Ausstattung. Die Pumpen leisten 2000 Liter in der Minute.

Für die musikalische Umrahmung der Übergabe sorgte der Spielmannszug.